Filmkritik der MovieGuardians

DIE SCHÖNE UND DAS BIEST


Handlung

Bewertung: 8/10 Punkte
Copyright: Disney Studios

Belle (Emma Watson) und ihr Vater Maurice (Kevin Kline) leben nach dem Tod der Mutter in einem kleinen französischen Dorf. Belle wird von den Dorfbewohnern mit Skepsis betrachtet, da sie als Frau lesen kann und auch anderen Frauen das Lesen beibringen will. Ihr Vater Maurice ist Uhrmacher und möchte eine seiner Spieluhren zu einem Kunden bringen. Auf dem Weg dorthin verfährt er sich, wird von Wölfen angegriffen und findet auf seinem Irrweg ein altes, verfallendes Schloss, in dem er zuflucht sucht. Als er bemerkt, das die Gegenstände dort leben und sprechen, will er fliehen, wird auf der Flucht aber vom Schlossherrn (Dan Stevens) gefangen genommen. Maurice´ Pferd galoppiert zurück uns Dorf, wo Belle bemerkt, dass etwas passiert ist und sich von dem Pferd zum Schloss zurück bringen lässt. Dort findet sie heraus, dass der Schlossherr ein riesiges Biest ist und vollkommen alleine zu leben scheint. Um ihren Vater zu retten, lässt sie sich an seiner statt gefangen nehmen. Mit der Zeit kommen sich beide näher und Belle findet heraus, das ein Fluch auf dem Schloss und all seinen Bewohnern liegt, der nur gebrochen werden kann, wenn sich jemand wahrhaft in das Biest verliebt...

Bewertung MovieShield

Bewertung: 10/10 Punkte

10 Meisterwerk | 9 überragend | 8 sehr gut | 7 gut | 6 hat was | 5 Durchschnitt | 4 für Fans | 3 schwach | 2 schlecht | 1 sehr schlecht

Fazit

Die Schöne und das Biest ist ein zeitloser Disney-Klassiker und ein Muss für alle Märchenfans. Die Neuverfilmung bietet wenig neues, sieht aber fantastisch aus und hat im englischen original wunderschön gesungene Lieder, die auf deutsch leider nicht die Qualität halten können. Wer opulente Kostümfilme, schöne Musicaleinlagen und eine detailverliebte, märchenhafte Welt mag, wird mit dem Film sicher sehr glücklich. 


Kritik im Detail

Stärken

  • Wie bei vielen Disney Märchen ist die Geschichte simpel aufgebaut, hat aber einen starken emotionalen Konflikt als Kern. Das hässliche Biest, das einsam, zurückgezogen und hilflos in dem riesigen Schloss auf die eine Frau eine wartet, die sich in ihn verliebt, ist eine starke Grundlage für einen emotionalen Film. Und in weiten Teilen nutzt der Film die Möglichkeiten auch aus. Der Film nimmt sich mehr Zeit für das Näherkommen der beiden als das Original, es werden auch ein paar Details zur Geschichte hinzugefügt, die zusätzlichen Hintergrund geben.
  • An Emma Watson als Belle muss man sich erst gewöhnen, das sie optisch nicht dem klassischen Klischee der Disney-Märchen -Frau entspricht, aber sie macht ihre Sache seht gut und kann in der Rolle durchaus überzeugen. 
  • Die Schöne und das Biest sieht fantastisch aus. Die Animation des Biests und auch das Schauspiel von Dan Stevens sind sehr gut. Noch stärker als im Original kann man die Emotionen und die inneren Konflikte erkennen und nachempfinden. Das Schloss hat eine unglaubliche Detailfülle. Alle Räume sind liebevoll gestaltet , die Einrichtung ist opulent und alles ist voller liebevoller Details. Auch die Animation der ürbigen Hausbewohner, die Kostüme, das Dorf, die Landschaften, alles in dem Film ist voller unzähliger Details, voller Liebe zum Detail und versetzt das ein oder andere mal ins Staunen.
  • Die Filmmusik ist sehr gelungen, überragend sind aber die Musical Einlagen, die sich zum Glück nah am Original halten. Wenn Ewan McGregor singt werden beste Erinnerungen an Moulin Rouge wach. Der gesamte Cast kann stimmlich voll überzeugen und macht zusammen mit der opulenten und fantasievollen Optik die Musical Einlagen zu etwas ganz besonderem.

Schwächen

  • Die Geschichte ist etwas eindimensional und kann nicht ganz mit den ganz großen Klassikern wie König der Löwen mithalten. Die Verzweiflung des Biests kommt nur selten heraus und Belle bietet sich doch etwas schnell und bereitwillig als Gefangene für ihren Vater an. Auch die übrigen Wendungen werden eher oberflächlich eingeleitet.  Das ist nicht sehr tragisch, weil es sich hier um ein Märchen handelt, das ein Stück weit dem klassisches Muster folgt und auch für Kinder funktionieren muss. Disney hat aber schon gezeigt, dass es aber noch besser geht.
  • Der Film ist mit 130 Min. recht lang und zieht sich an der ein oder anderen Stelle etwas. Eine Komprimierung um 10-15 Minuten an der einen oder anderen Stelle hätte dem Film gut getan.
  • Die deutsche Synchro ist leider nicht gelungen. Sowohl die Dialoge als auch der Gesang verlieren enorm an Qualität und werten den Film ab. Wenn es geht, sollte man den Film unbedingt auf englisch schauen. 

Infos

OT Beauty and the Beast

Genre Märchen, Musical, Fantasy

Regie Bill Condon

Land USA

Jahr 2017

Länge 130 Min

FSK ab 6

Darsteller

Emma Watson, Dan Stevens, Luke Evans, Emma Thomspon, Ewan McGregor, Ian McKellen, Kevin Kline, Josh Gad, u.a.


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