Kritik der MovieGuardians

INFERNO


Handlung

John Langdon (Tom Hanks) wacht in einem Krankenhaus ohne Erinnerung an die letzten 48 Stunden auf. Als Polizisten in das Krankenhaus kommen, um ihn zu töten, flieht er mit der Ärztin Dr. Sienna Brooks (Felicity Jones). Langdon hat Visionen und merkt bald, dass er niemandem trauen kann. Als Langdon herausfindet, dass er eine veränderte Variante von Botticellis Karte der Hölle zu Dantes Inferno besitzt, beginnt er gemeinsam mit Dr. Brooks das Rätsel zu lösen. Dabei werden die Beiden von mehreren Organisationen verfolgt, die versuchen dies zu verhindern...

Bewertung MovieShield

Bewertung: 6/10 Punkte

10 Meisterwerk | 9 überragend | 8 sehr gut | 7 gut | 6 hat was | 5 Durchschnitt | 4 für Fans | 3 schwach | 2 schlecht | 1 sehr schlecht

Fazit

Inferno ist nach der typischen Dan Brown Formel aufgebaut, baut aber leider erst im letzten drittel Spannung auf und ist sehr hastig erzählt. Die im Kern anspruchsvolle Grundfrage, die schöne visuelle Umsetzung und der gute Cast machen den Film trotz inhaltlicher Schwächen dennoch sehenswert. 


Kritik im Detail

Stärken

  • Der Film hat die Buchvorlage in ein recht spannendes Storykonstrukt überführt, das mit einigen kleineren und größeren Wendungen aufwarten kann
  • Die Geschichte von dem Virus bietet eine spannende Grundlage, auch wenn diese schon oft erzählt wurde 
  • In der zweiten Häfte baut der Film durchaus etwas Spannung auf
  • Die meisten Fäden, die der Film aufgreift, werden am Ende befriedigend zu Ende gesponnen
  • Die Motive der Bösen Seite können den Zuschauer anregen, über bestimmte moralische Fragen zu diskutieren und sich mit diesen auseinanderzusetzen
  • Der Film bietet einige tolle Originalschauplätze in Florenz, Venedig und Istanbul und sieht insgesamt sehr gut aus
  • Der Cast ist sehr gut, alle Rollen sind überaus hochklassig besetzt
  • Für Geschichts- und Kunstinteressierte gibt es wieder einiges zu entdecken 

Schwächen

  • Leider ist die Geschichte sehr oberflächlich erzählt. Die ethischen Fragen, die der Film durchaus aufwirft, werden höchstens in Nebensätzen behandelt
  • Insbesondere in der ersten Hälfte des Films rasen Langdon und Brooks von Rätsel zu Rätsel. Dabei nimmt der Film sich deutlich zu wenig Zeit und baut so gut wie keine Spannung auf 
  • Viele Wendungen kommen sehr plötzlich, ohne größere Erklärung. Das wirft Fragen auf und kostet Spannung. Häufig realisiert man gewisse Dinge nur am am Rande
  • Die Action- Kampf und Fluchtszenen werden in Höchstgeschwindigkeit abgearbeitet und erzeugen nur zum Ende hin Spannung
  • Die Musik von MasterMind Hans Zimmer wirkt lieblos hingeklatscht und fesselt kaum 

Infos

OT Inferno

Genre Thriller

Regie Ron Howard

Land USA

Jahr 2016

Länge 122 Min.

FSK ab 12

Darsteller

Tom Hanks, Felicity Jones, Omar Sy, Ben Foster, Irrfan Kahn, u.a.


Kommentare

Kommentar schreiben

Kommentare: 0