Filmritik der MovieGuardians

KONG: SKULL ISLAND


Handlung

Plakat: Kong: Skull Island
Copyright: Warner Brothers

Bevor der Vietnam Krieg 1973 beendet wird, möchte Bill Randa (John Goodman) für seine Regierungsorganisation "Monarch" die Freigabe erhalten, die unberührte und mysteriöse Insel Skull Island auf urzeitlichen Lebenwesen zu erforschen. Viele Flugzeuge und Schiffe sind um diese Insel verloren gegangen und so wird die Expedition genehmigt. Zusammen mit einem Team der Air Force, angeführt von Colonel Packard (Samuel L. Jackson), einem Team von Landvermessern und dem Spurenleser James Conrad (Tom Hiddleston), macht sich die Gruppe auf den Weg, die Insel zu untersuchen. Kaum angekommen werden sie von einem gigantischen Affen angefriffen, der in einer erbitterten Schlacht alle Hubschrauber zerstört und viele Soldaten tötet. Die Gruppe hat nun nur noch eine Chance. Sie muss die Insel in drei Tagen durchqueren und am nördlichen Strand sein, wenn das Versorgungsteam eintrifft. Bald merken sie aber, das Kong dabei nicht die einzige Gefahr ist...

Bewertung MovieShield

Bewertung: 7/10 Punkte

10 Meisterwerk | 9 überragend | 8 sehr gut | 7 gut | 6 hat was | 5 Durchschnitt | 4 für Fans | 3 schwach | 2 schlecht | 1 sehr schlecht

Fazit

Kong: Skull Island ist ein solider Monster-Actionfilm, der die Geschichte um King Kong mit den aktuellen technischen Möglichkeiten visuell ansprechend neu verfilmt, dabei aber viele wichtige Elemente weglässt und keine neuen hinzufügt. An Peter Jacksons Verfilmung reicht diese Version nicht heran, für einen Abend gute Unterhaltung taugt der Film aber auf jeden Fall. 


Kritik im Detail

Stärken

  • Der Film ist technisch sehr gut gemacht und sieht super aus. Die Animation der Monster sind gelungen, die Kämpfe fügen sich fantastisch in die Umgebung ein und es gibt die ein oder andere sehr schöne Kameraeinstellung. Das Inselsetting sieht toll aus und viele Elemente wie die alten zerfallenen Schiffe, ein Float (ein Flugzeug als Boot) oder der Friedhof von Kongs Eltern zeigen viel Liebe zum Detail. Das erzeugt eine tolle Atmosphäre. 
  • Die Action Szenen von Kong: Skull Island sind wirklich gut gemacht. Sowohl die große erste Angriffsszene, die Montserkämpfe aber auch kleinere Angriffe strotzen vor Dynamik, bieten Abwechslung und kleinere Überraschungen. In diesen Szenen macht der Film wirklich viel Spaß. 
  • Der Film bietet überwiegend das Standardrepertoire an Monstern, der große Endgegner ist allerdings recht cool und der Kampf gegen Kong ist spannend und ausgeglichen gestaltet.  
  • Unbedingt bis zum Ende des Abspanns sitzen bleiben, hier gibt es noch sehr wichtige Informationen!

Schwächen

  • Natürlich ist bei einem Monster-Film das Drehbuch nicht der Kern, aber Kong: Skull Island macht es sich wirklich extrem einfach. Sehr schnelles und oberflächliches Set-Up der Story, keinerlei Tiefe für die Charaktere sowie lieblose und vor allem unglaubwürdige Wendungen (z.B. "Kong und die weiße Frau") lassen einen dann doch des öfteren den Kopf schütteln.
  • Die Motive der Charaktere werden gar nicht erläutert und wirken dadurch auch sehr unglaubwürdig. Warum z.B. Packard diesen einen Soldaten unbedingt retten muss und das Leben aller anderen auf Spiel setzt? Irgendwie unklar. Und warum Kong tut was er tut ist ebenfalls oft ein Rätsel. 
  • Insgesamt ist Kong ohnehin eher Blass und hat wie die übrigen Charaktere so gut wie keine Tiefe. 
  • Durch die fehlende Tiefe der Charaktere und die Story Probleme, fehlt es dem Zuschauer ein wenig an emotionaler Nähe und daher auch an Spannung. Das hat Peter Jackson 2005 viel besser hinbekommen. Die Charaktere werden dort gründlich eingeführt, die Motive sind klar und man fiebert mit. Der Film geht zwar auch ne Stunde länger, wird dadurch aber auch zu einem echten Erlebnis. 

Infos

OT Kong: Skull Island

Genre Monsterfilm, Abenteuerfilm

Regie Jordan Vogt-Roberts

Land USA

Jahr 2017

Länge 119 Min.

FSK ab 12

Darsteller

Tom Hiddleston, Samuel L. Jackson, John Goodman, Brie Larson, John C. Reilly, u.a.


Social Network

Kommentare

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Franziska-T (Dienstag, 22 August 2017 14:12)

    Ich habe den Film etwas schlechter bewertet, was auch hauptsächlich daran lag, dass sich die Story ewig lange gezogen hat. Bei einem derartig gut besetztem Cast erwarte ich eigentlich auch, dass sie "etwas zum Spielen bekommen" (soll heißen: mehrdimensionale Charaktere spielen). Leider punktet KONG: SKULL ISLAND wirklich nur mit der Optik. Schade.