Kritik der MovieGuardians

LEGEND OF TARZAN


Handlung

Die Hauptgeschichte von Legend of Tarzan spielt Jahre nach der bekannten Flucht aus dem Dschungel im Jahre 1889. John Clayton III. Lord Greystoke (Alexander Skarsgard) lebt mit seiner Frau Jane (Margot Robbie) auf deren Anwesen in London. Als der Belgische König Leopold II. ihn zu einem Besuch in den Kongo einlädt, drängt der britische Premierminister (Jim Broadbent) ihn diese Reise anzutreten, um die Geschäftsbeziehungen auszubauen. Clayton ist an der Reise nicht interessiert, ändert seine Meinung aber, als der US-Gesandte George Washington Williams (Samuel L. Jackson) ihm von Indizien berichtet, die Bevölkerung des Kongo könnte versklavt werden. Im Kongo angekommen muss Clayton erkennen, das die Einladung eine Falle von Leopolds Oberbefehlshaber Leon Rom (Christoph Waltz) ist. Dieser nutzt die Rachegelüste des Häuptling Mbonga (Djimon Hounsou), um im Gegenzug für Claytons Auslieferung an Diamanten zu gelangen...

Bewertung MovieShield

Bewertung: 5/10 Punkte

10 Meisterwerk | 9 überragend | 8 sehr gut | 7 gut | 6 hat was | 5 Durchschnitt | 4 für Fans | 3 schwach | 2 schlecht | 1 sehr schlecht

Fazit

Legend of Tarzan ist ein gut gemachter aber oberflächlicher Actionfilm, der einen anderen Ansatz zur Erzählung der Geschichte nutzt, dabei aber die Story sträflich vernachlässigt. 


Kritik im Detail

Stärken

  • Die Idee, die Geschichte zeitlich später anzusetzen, ist erfrischend und sorgt für Aufmerksamkeit
  • Der Film ist überwiegend gut gefilmt und die CGI-Effekte können überzeugen, wobei die Qualität der Tieranimation nicht mit denen des Dschungelbusch mithalten kann
  • Die Ausstattung ist Hervorragend. Der Film lässt die Zeit um 1889 glaubhaft wieder zum Leben erwecken und es macht Spaß, sich das anzusehen
  • Die Interaktion zwischen den Menschen und den Tieren, vor allem ein Kampf von Tarzan mit einem Gorilla, ist sehr gut gelungen und wirkt überaus echt. 

Schwächen

  • Die Hintergrundgeschichte um die Versklavung des Kongos dient lediglich dazu, Clayton nach Afrika zu bewegen, wird aber in keiner Weise thematisiert, die über billige Klischees hinausgeht. Hier verschenkt der Film einiges an Potenzial
  • Die durchaus entstehenden Konflikte werden ohne Mühe und ohne erzählerische Tiefe viel zu schnell abgehandelt
  • Das Drehbuch erzeugt daher auch kaum Spannung und ist sehr vorhersehbar
  • In der ersten Hälfte versucht der Film die Geschichte von Tarzan durch Rückblenden im Ansatz zu erzählen, was häufig deplatziert wirkt und den Erzählfluss unterbricht
  • Die Dialoge sind oberflächlich und zum Teil auch recht Kitschig
  • Christoph Waltz spielt seinen Bösewichten wie immer, was allmählich Abnutzungserscheinungen bekommt. Zudem fehlt es seinem Charakter Leon Rom an Charisma und Tiefe 
  • Die Musik ist eher ein Medley bekannter Kompositionen und fügt sich nicht gut in den Film ein
  • Das Finale ist super gemacht, aber auch übertrieben und eine einfache Lösung für die Drehbuchautoren

Infos

OT The Legend of Tarzan

Genre Action

Regie David Yates

Land USA

Jahr 2016

Länge 109 Min.

FSK ab 12

Darsteller

Alexander Skarsgard, Margot Robbie, Christoph Waltz, Samuel L. Jackson, Djimon Hounsou, Ella Purnell, Jim Broadbent, u.a.


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