Kritik der MovieGuardians

LIFE


Handlung

Plakat Life
Copyright: Sony Pictures

Nach acht Jahren Reise ist eine Raumsonde mit Bodenproben vom Mars kurz vor der Erde. Die Besatzung der ISS hat die Aufgabe, die Sonde aufzunehmen und die Bodenproben zu Untersuchen. Der Mikrobiologe Hugh Derry (Ariyion Bakare) entdeckt bei den Untersuchungen einen außerirdischen Organismus, der rasant wächst und sich von allem bekannten Leben massiv unterscheidet. Er besitzt multifunktionale Zellen, die gleichzeitig Nerven- und Muskel-zellen sind. Durch einen Fehler von Hugh gelingt dem Alien die Flucht aus der Isolationskammer und sowohl für die Besatzung um Dr. Jordan (Jake Gyllenhaal) und Rory Adams (Ryan Reynolds) als auch für die Erde zu einer großen Gefahr...

 

Bewertung MovieShield

Bewertung: 10/10 Punkte

10 Meisterwerk | 9 überragend | 8 sehr gut | 7 gut | 6 hat was | 5 Durchschnitt | 4 für Fans | 3 schwach | 2 schlecht | 1 sehr schlecht

Fazit

Life ist in Teilen sehr spannender Horror im Weltraum, der aber dem Genre nichts neues hinzufügt und an einem arg konstruierten Drehbuch krankt.  


Kritik im Detail

Stärken

  • Life bietet einige sehr spannende Momente, in denen der Kampf zwischen Alien und Menschen auf dramatische Weise dargestellt wird. Die Szenen enthalten dabei einige gut gemachte Horrorelemente, die zarte Gemüter durchaus erschrecken können.
  • Das Life in der nahen Zukunft spielt auf der bekannten ISS, macht das ganze Szenario ein Stück weit glaubwürdiger, wodurch der Zuschauer die Gefahr etwas unmittelbarer zu spüren bekommt und sich die Geschehnisse besser vorstellen kann.
  • Die Effekte und die Ausstattung sind standardmäßig sehr gut. Die ISS wirkt sehr realistisch und das Alien Calvin ist hervorragend und sehr organisch animiert. 
  • Die Gefahr für die Crew durch Calvin ist schon spürbar und die Hilflosigkeit der Menschen wird sehr deutlich.

Schwächen

  • Das Drehbuch hat diverse Schwächen. Die Charaktere werden so gut wie nicht eingeführt und ihre Hintergrundgeschichten wirken aufgesetzt und haben keine Tiefe. Die Menschen verhalten sich in einigen Momenten wenig intelligent und hatten mehrfach die Chance Calvin zu töten. Calvin lernt etwas sehr schnell und immer genau das, was er gerade wissen muss. Und letztlich spielt Kollege Zufall einfach eine zu starke Rolle. 
  • Durch die Schwächen im Drehbuch wird der Zuschauer häufig aus der Illusion gerissen, wodurch der Film über einzelne spannende Szenen nicht hinaus kommt und keinen echten Spannungsbogen über den gesamten Film erzeugt.
  • So richtig kommt die Gefahr für die Menschen auf der Erde nicht rüber. Calvin ist zwar sehr feindselig und tödlich, aber es fällt doch schwer zu glauben wie die Mischung aus Schlange, Qualle und Seestern die ganze Menschheit vernichten soll. Hier funktioniert Life nicht richtig.
  • Die Geschichte endet auf unbefriedigende und fortsetzungsorientierte Weise, ohne das es einen echten Abschluss der Geschichte gibt. 
  • Die Musik trägt nur wenig zur Spannung bei und ist ein liebloser einheitsbrei. 

Infos

OT Life

Genre Horror, Science-Fiction

Regie Daniél Espinosa

Land USA

Jahr 2017

Länge 104 Min.

FSK ab 16

Darsteller

.Jake Gyllenhaal, Rebecca Furguson, Ryan Reynolds, u.a.


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