Kritik der MovieGuardians

Planet der Affen: Prevolution


Handlung

Plakat Planet der Affen Prevolution
Copyright: 20th Century Fox

Planet der Affen aus dem Jahr 1968 zählt zu den Klassikern des Science-Fiction Films. Nach einigen eher schwachen Fortsetzungen und einem völlig misslungenen Reboot im Jahr 2001, versucht sich 20th Century Fox mit Planet der Affen: Prevolution erneut an dem Stoff. 

 

Will Rodman (James Franco) arbeitet als Wissenschaftler in einem Pharmaunternehmen an einem Mittel gegen Alzheimer. Da sein Mittel für den Versuch am Menschen noch keine Zulassung hat, nutzt er Affen als Versuchstiere. Während er erste Erfolge entdeckt, bricht ein Affe aus und muss getötet werden, um Menschenleben zu schützen.


Die Versuche werden darauf hin beendet, doch Will entdeckt, dass eine der Affen schwanger war. Er nimmt den kleinen Schimpansen mit nach Hause, nennt ihn Cesar und zieht ihn 8 Jahre lang groß. Durch die Versuche mit dem Alzheimermittel ist Cesar (Andy Serkins) sehr intelligent und lernt Zeichensprache, Malen und Essen mit Messer und Gabel. Als Wills Demenzkranker Vater Charles (John Lithgow) das Auto seines Nachbarn beschädigt, rastet dieser aus. Cesar eilt zur Hilfe, verletzt den Nachbarn und muss darauf hin ins Tierheim. Dort lernt er viele anderen Affen kennen und entwickelt sich schnell zu deren Anführer...

 

Bewertung MovieShield

Bewertung: 9/10 Punkte

10 Meisterwerk | 9 überragend | 8 sehr gut | 7 gut | 6 hat was | 5 Durchschnitt | 4 für Fans | 3 schwach | 2 schlecht | 1 sehr schlecht

Fazit

Planet der Affen: Prevolution ist ein tricktechnisches Meisterwerk mit starker Handlung und Tiefgang. Ein überaus gelungener Auftakt für die neue Planet der Affen Trilogie. 

 

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Kritik im Detail

Stärken

  • Das Drehbuch ist besonders in der ersten Hälfte des Film überaus stark. Cesars Weg vom kleinen Affenbaby zum Anführer einer Revolution wird ausführlich und glaubwürdig dargestellt. Alle Handlungsschritte bauen logisch aufeinander auf und die Wendungen sind nachvollziehbar erzählt. Ist er am Anfang noch ein verspielter kleiner Affe, entwickelt er sich durch äußere Einflüsse nach und nach und wird immer verbitterter. 
  • Auch die Motive von Will sind absolut nachvollziehbar. Er entwickelt das Serum für seinen Demenzkranken Vater und setzte alles daran, ihn zu heilen. Die Krankheit als solche wird aber nur oberflächlich betrachtet und dient als reine Motivation für Will.
  • Dabei reißt der Film durchaus die Frage an, wie weit ein Mensch gehen darf und sollte, wenn er glaubt der Menschheit einen großen Dienst zu erweisen und auch noch seinem Vater helfen zu können.
  • Absolut überragend sind die Effekte und das Spiel von Andy Serkins als Cesar. Die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen vollkommen, Gestik und Mimik lässt jede einzelne Emotion von Cesar ganz klar erkennen. Das trägt viel zur Glaubwürdigkeit der Handlung bei und hält die Illusion aufrecht. 
  • Der Film bringt die Entwicklung in Cesars Charakter auch atmosphärisch toll rüber. Sowohl Musik als auch Bildsprache werden zunehmend düsterer und lassen den Zuschauer Cesars Veränderung spüren.

Schwächen

  • Besonders im letzten Drittel lässt das Drehbuch stark nach. Plötzlich geht alles sehr schnell, die Affen werden zu Kriegsstrategen und Cesar lernt nebenbei noch schnell reiten.
  • Einige Wendungen im Film kommen ebenfalls sehr schnell und sind etwas unglaubwürdig, wie der ein oder andere plötzliche Sinneswandel von Steven Jacobs.
  • Der Plot um Will und Caroline ist recht oberflächlich und trägt im Grunde keinen Mehrwert zum Film bei, was aber nicht arg stört, das Cesar im Mittelpunkt des Films steht.

Infos

OT Rise of the Planet of the Apes

Genre Science Fiction

Regie Rupert Wyatt

Land USA

Jahr 2011

Länge 105 Min.

FSK ab 12

Darsteller

James Franco, Andy Serkins, Freida Pinto, John Lithgow, Brian Cox, Tom Felton, u.a.


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