Kritik der MovieGuardians

Planet der Affen: Survival


Handlung

Plakat Planet der Affen Survival
Copyright: 20th Century Fox

Zwei Jahre sind vergangen, seit Koba den Krieg zwischen Menschen und Affen angezettelt hat. Caesar (Andy Serkins) ist seit dem mit seiner Herde in den Wäldern auf der Flucht vor den Soldaten des skrupellosen Colonels (Woody Harrelson), der nur das Ziel verfolgt Caesa zu töten, um die Affen zu demoralisieren und endgültig zu vernichten. Nachdem die Soldaten das Versteck der Affen entdeckt haben und in den Kampfhandlungen schwere Verluste erleiden mussten, schickt der Colonel ein Sonderkommando, um Caesar in der Nacht zu töten. Dabei tötet er die Frau und den Sohn von Caesar, der das ganze mit ansehen muss. Während Caesar seine Herde aus dem Wald in eine sichere Gegend schickt, sinnt er auf Rache am Colonel und nimmt die Verfolgung auf...

Bewertung MovieShield

Bewertung: 9/10 Punkte

10 Meisterwerk | 9 überragend | 8 sehr gut | 7 gut | 6 hat was | 5 Durchschnitt | 4 für Fans | 3 schwach | 2 schlecht | 1 sehr schlecht

Fazit

Es ist extrem selten, dass der dritte Teil einer Serie auch der Beste ist, aber in der Planet der Affen Trilogie ist das der Fall. Planet der Affen: Survival fokussiert sich ganz stark auf den Konflikt zwischen dem Colonel und Caesar und erzählt die Geschichte dabei überaus spannend und mit viel Gefühl bis zum tragischen, aber auch überaus ironischem Ende. Ein überaus würdiger Abschuss der Trilogie. 

 

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Kritik im Detail

Stärken

  • Wie schon in den ersten Teilen ist das Drehbuch sehr stark und hält das Niveau diesmal auch bis zum Ende fast konstant durch. Die Motive von Caesar, aber auch die des Colonel, sind sehr stark und nachvollziehbar. Dabei entwickelt sich der Colonel vom normalen Standard-Soldaten-Bösewicht zu einem Charakter mit überraschend starken Konflikten. Darüber hinaus bietet der Film einige gelungene Wendungen in der Geschichte. 
  • Die Startsequenz mit den Kampfhandlungen zwischen Menschen und Affen ist überragend inszeniert und erinnert an Klassiker wie Platoon oder Apocalypse Now (oder wie es im Film ironische genannt wird: Ape-Opcalypse Now)
  • Caesars Charakter wird in diesem Film konstant weiter vertieft. Neben den Qualitäten als Anführer, Beschützer und Kämpfer kommt in diesem Film der Zweifel und die Rache dazu. Dabei sind alle seine inneren Konflikte durch die Dialoge, aber vor allem durch seine Gestik und Mimik jederzeit erkenn- und nachvollziehbar. 
  • Der Film treibt die ironische Darstellung der Arroganz und Hilflosigkeit des Menschen bis auf die Spitze. Alle Waffen, all die Unterdrückung, all das kann ihn nicht vor dem Untergang retten. Und es sind dabei nicht die Affen, die den Menschen vernichten, sondern letztlich ist es der Mensch selber. Beginnend mit der Entwicklung des ALZ-113 durch Will, um seinen Vater zu retten, bis zum höchst ironischen Ende der Kampfhandlungen zwischen Menschen und Affen, baut die Reihe dieses Motiv kontinuierlich und sehr geschickt auf. 
  • Die Animation ist wieder unfassbar. Die Affen haben unglaublich viele Details, agieren absolut glaubhaft mit der Umwelt und erhalten durch die sehr feine Gesichtsanimation tiefe und Charakter.
  • Die Musik von Michael Giacchino ist toll. Sie unterstützt die Stimmung in den jeweiligen Szenen hervorragend und reicht von einfachen und gefühlvollen Klängen bis hin zu tiefen und aggressiven Themen, ohne aber durch zu viel Orchester die Stimmung zu zerstören. 
  • Das Ende ist überaus gelungen, befriedigend und gefühlvoll. Ein würdiger Abschluss dieser herausragenden Filmreihe. 

Schwächen

  • Viel zu meckern gibt es nicht. Am Ende gehen wieder einige Dinge etwas schnell und leicht (wie in den Vorgängern), was aber auch hier nicht wirklich stört. Zudem ist Glück und Zufall manchmal ein treuer Freund. 

Infos

OT War for the Planet of the Apes

Genre Science Fiction

Regie Matt Reeves

Land USA

Jahr 2017

Länge 140 Min.

FSK ab 12

Darsteller

Andy Serkins, Woody Harrelson, Steve Zahn, Judy Greer, Ty Olsson, Terry Notary, u.a.


Kommentare

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Kommentare: 1
  • #1

    franziska-t (Donnerstag, 10 August 2017 09:03)

    Mein Highlight war Bad Ape. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass sie einen lustigen Charakter einbauen, da die Story ja insgesamt sehr düster ist, aber ich war positiv überrascht und habe herzlich gelacht, als Maurice und er sich anschreien.