Filmkritik der MovieGuardians

DIE TRUMAN SHOW


Handlung

Plakat Die Truman Show
Copyright: Paramount Pictures

Truman Burbank (Jim Carrey) ist ein herzensguter Mensch und arbeitet als Versicherungsmakler in Seahaven. Jeder Tag seines Lebens ist Routine, er begegnet jeden Tag den gleichen Menschen und führt ein durchschnittliches Leben mit seiner Frau Meryl (Laura Linney). Truman weiß nicht, dass er in Wahrheit seit seiner Geburt Teil einer gigantischen Fernsehsendung ist, die jede Sekunde seines Lebens aufzeichnet. Unter der Regie von Christof (Ed Harris) wird die Serie im OmniCam-Ecosphere-Gebäude gedreht, einem gigantischen Fernsehstudio, dass man aus dem Weltraum aus sehen kann. Als Truman eines morgens zur Arbeit geht, und beinahe von einem Beleuchter des Studios erschlagen wird, kommen ihm langsam Zweifel. Weitere seltsame Zufälle lassen diese Zweifel in Truman schließlich wachsen und er beginnt, sein Leben zu hinterfragen...


Bewertung MovieShield

Bewertung: 10/10 Punkte

10 Meisterwerk | 9 überragend | 8 sehr gut | 7 gut | 6 hat was | 5 Durchschnitt | 4 für Fans | 3 schwach | 2 schlecht | 1 sehr schlecht

Fazit

Die Truman Show ist ein moderner Klassiker, der viele Aspekte unsere Lebens auf kritische und satirische Weise beleuchtet und dabei stehts auf dem Boden bleibt. Jim Carrey´s vielleicht beste Rolle in einem zeitlosen Film, der vielleicht niemals an Aktualität verlieren wird. Ein Meisterwerk.


Kritik im Detail

Stärken

  • Das Drehbuch ist ein Meisterwerk. Die ganze Geschichte beginnt voller Fröhlichkeit und Heiterkeit und wird von Szene zu Szene ernster und dunkler, bis zum großen Finale auf hoher See.
  • Dabei wird die Entwicklung von Truman vom naiven Strahlemann zum skeptischen Kritiker sehr anschaulich und durch gelungene Wendungen nachvollziehbar beschrieben. 
  • Der Film ist zeitlos. Erschienen 1998 vor der ersten Staffel Big Brother setzt er sich mit der allgegenwärtigen Beobachtung einzelner Individuen und dem Voyeurismus der Masse auseinander.  Dabei erklärt der Film auf eindrücklich Weise, dass wir nicht gefangen sind in unserem Leben sondern etwas ändern können, wenn wir wollen und die nötige Kraft und Überzeugung aufbringen. Dabei lässt er die Moralkeule im Schrank.
  • Jim Carrey ist in der Rolle des Truman Burbank überragend. Er spielt alle Facetten von der größten Heiterkeit bis zur stärksten Resignation absolut überzeugend und vielseitig.
  • Ed Harris als Christof ist das zweite Highlight in diesem Film. Er spielt den zwiegespaltenen Regisseur der Serie,  der auf der einen Seite nur an seine Quote denkt, auf der anderen Seite Truman sehr in sein Herz geschlossen hat.
  • Die ganze Welt um das OmniCam-Ecosphere-Gebäude ist sehr kreativ und liebevoll aufgebaut. Für alle erdenklichen Fragen wurde eine passende Antwort gegeben. Dadurch, dass der Regieraum erst nach etwas 1/3 des Film einblendet wird, genial geschnitten während eines überaus wichtigen Gesprächs zwischen Truman und seinem Freund, bekommt der Film auf Schlag eine ganz neue Perspektive und erweitert auch die Möglichkeiten der Auseinandersetzung für den Zuschauer drastisch.
  • Sehr schön sind auch die Zuschauer die Serie, die immer wieder eingeblendet sind. Sie stellen die dritte Dimension dar und geben dem Zuschauer Identifikationsmöglichkeiten, sind aber auch etwas Klischeehaft.
  • Das Ende mit den beiden Parkwächtern ist überragend. Es zeigt auf der einen Seite, wie sehr man sich in Dinge hineinsteigern kann, wie schnell diese dann aber auch wieder vergessen werden, wenn sie vorbei sind. Ein sehr passender Abschluss des Films.

Schwächen

  • Hier und da denkt man schon, Truman hätte durchaus früher merken können, was mit ihm passiert. Zudem sind die Möglichkeiten die der Regisseur Christof hat hier und da auch etwas sehr übertrieben, man denke nur an den Sturm den er beliebig steigern kann. 
  • Diese Dinge sind aber absolut marginal und trüben diesen perfekten Film nicht.

Infos

OT The Truman Show

Genre Satire, Drama

Regie Peter Weir

Land USA

Jahr 1998

Länge 99 Minuten

FSK ab 12

Darsteller

Jim Carrey, Laura Linney, Noah Emmerich, Natascha McElhone, Ed Harris, u.a.


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